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Gesundheitsausgaben der Krankenkassen steigen langsamer als die Einnahmen! 

Die Finanzlage der Krankenkassen hat sich kurz vor der Einführung des Gesundheitsfonds verschlechert. Allein im ersten Quartal kam es zu einem Defizit von 1,07 Mrd. Euro. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass es deutlich mehr als zum Vorjahr sei. Die Ausgaben der Krankenkassen steigen stetig und die Einnahmen sind gering.

Gründe wie Besonderheiten bei der Abrechnung zum Jahreswechsel führen oftmals zu Defiziten im ersten Quartal. Dennoch rechnet die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) in diesem Jahr mit einem erheblich höherem Fehlbetrag als in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 (700 Mio Euro). Allein für Arzneimittel mussten die Kassen in den ersten drei Monaten 5,2 Prozent mehr ausgeben. Dabei wurden Impfkosten nicht berücksichtigt. Zu Beginn des zweiten Quartals betrug der Anstieg sogar 19,5 Prozent (Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände). Die Ausgaben pro Person im stationären Bereich stiegen im ersten Vierteljahr um 2,8 Prozent je Mitglied. Die Ausgaben für ärztliche Behandlungen stiegen um 3,9 Prozent. Die Kassen mussten insgsamt 4,3 Prozent je Mitglied mehr ausgeben. Diese hohen Ausgaben führen dazu, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen immer mehr eingeschränkt werden müssen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich durch eine private Krankenversicherung zusätzlich abzusichern.

Die Beitrageinnahmen pro Person sind im Verhältnis zu den Ausgaben nur um 3,4 Prozent gestiegen. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt forderte die Ärzte, Krankenhäuser und Apotheker zu striktem Sparen auf. Die Krankenkassen müssen vor der Einführung des Gesundheitsfonds ihren Haushalt kalkulieren. Der Sprecher der Gemünder Ersatzkasse hält dies wegen verschiedener Unwägbarkeiten für schwierig und es bleibt abzuwarten, was auf die Mitglieder der Krankenkassen in Zukunft zu kommen wird. 

 


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