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Steigende Kosten für die Gesundheit!

In Deutschland wird immer mehr Geld für die Gesundheit ausgegeben. Seit 2006 ist der Anteil den die Krankenversicherten dabei selbst zahlen mussten nicht weiter angestiegen (Statistisches Bundesamt).

Die Ausgaben für Arztrechnungen, Krankenhauskosten, Medikamente oder Pflegedienste beliefen sich 2006 auf 245 Mrd. Euro. Dies zeigt eine Steigerung von 2,4 Prozent. Von jedem Einwohner sind durchschnittlich 2970 Euro pro Person für die Gesundheit ausgegeben worden. Im Jahr davor waren es 70 Euro weniger. Die Ausgaben für die Gesundheit sind fast 11 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Es findet eine dauerhafte Steigerung der Ausgaben statt, allerdings liegt Deutschland noch nicht an der Spitze. Mehr als 11 Prozent des Bruttoinlandsproduktes machten die Gesundheitsausgaben in Frankreich und in der Schweiz aus, in der USA sogar mehr als 15 Prozent.

Der Hauptteil der Ausgaben wird von den gesetzlichen Krankenkassen getragen (57 Prozent oder 140 Mrd. Euro). Mehr Geld wird auch von den privaten Haushalten gezahlt, beispielsweise für Medikamente oder für Pflegeleistungen. In den Jahren zuvor stieg der Anteil, den die Bürger zahlen mussten stetig an. Allerdings veränderte sich ihr Anteil mit ungefähr 14 Prozent der Gesamtausgaben (33,3 Mrd Euro) erstmals nur gering. Fast 10 Prozent der gesamten Kosten wurden von den privaten Krankenversicherern übernommen.  

Fast 119 Mrd. Euro werden hauptsächlich für die ambulante Gesundheitsversorgung verwendet, d.h. für Arztpraxen und Apotheken, wie auch für Zahnarztpraxen. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von rund drei Prozent für diesen Bereich. Auch im stationären und teilstationären Bereich ist eine Steigerung der Aufwendugen von fast drei Prozent zu erkennen (90 Mrd. Euro). Ein großer Kostenanteil sind auch Arzneimittel (fast 40 mrd. Euro) und Hilfsmittel (fast 11 Mrd. Euro). Bei der Gesundheitsvorsorge gab es einen überdurchschnittlichen Anstieg von 4,4 Prozent.

Im Rahmen der Gesundheitsreform beschließt die Bundesregierung einen einheitlichen Gesundheitsfond. Ab dem 1. Januar 2009 sollen die Krankenkassen in Zukunft ihre Beiträge aus diesem Fond erhalten. Im Vorfeld legt die Bundesregierung für alle Krankenkassen einen einheitlichen Beitragssatz fest.  Der Handwerksverband ZDH hat Bedenken, dass der Beitragssatz durch zu hohen Kosten auf mehr als 15 Prozent steigen wird. Eine Verschiebung des Gesundheitsfonds wird von der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt  (SPD) abgelehnt.              
 

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