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Mehr Beiträge für die Pflegepflichtversicherung

Bundesrat lässt erste große Pflegeversicherungsreform passieren. Diese Änderung tritt zum 01. Juli 2008 in Kraft. Der Bundesrat bewilligt am 25. April 2008 die Reform zu der Ulla Schmidt zugab, dass "es nicht gelungen ist, sich auf eine langfristige Finanzierung zu einigen". Nur bis 2014 reichen laut Gesundheitsministerium die 2,5 Milliarden Mehreinnahmen durch die Beitragserhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Jeder Versicherte wird dann 1,95% seines Einkommens in die Pflegeversicherung einzahlen, Kinderlose 2,2%. Auf eine nachhaltige Finanzierung der Pflegekosten konnte sich die Union und SPD nicht einigen. Die SPD verweigert die Einführung einer Kapitaldeckung, während die Union die Einbeziehung privater Pflegeversicherungen ablehnte. Nur in einigen Details haben sich beide Parteien einigen können. 

Die gesetzlichen Kassen werden zukünftig private Zusatzversicherungen anbieten, während die privaten Krankenversicherungen einen Basistarif für niedrige Einkommen bereit stellen dürfen. Stimmen in der SPD und Union einigten sich auf die Erhöhung der Erstattungssätze in der häuslichen Pflege, in der zwei Drittel der pflegebedürftigen Deutschen versorgt werden. Für die häusliche Pflege gab es bis dato erheblich weniger Pflegeleistungen als für eine Heimversorgung. 

Vom 01.01.2009 an sollen nun die Leistungen für ambulante Pflegedienste in der Pflegestufe 1 von 384€ auf 450€ steigen. In der Pflegestufe 2 von 921€ auf 1100€ und in der dritten Pflegestufe von 1432€ auf 1550€. Das Pflegegeld für betreuende Angehörige wird bis 2012 in folgenden Stufen erhöht:  Pflegestufe 1 von 205€ auf 235€, in der Pflegestufe 2 von 410€ auf 440€ und der Stufe 3 von 665€ auf 700€. Auch für Demenzerkrankte, deren Zahl bis 2030 auf ca. über 3 Millionen steigen könnte, ist mehr Pflegeleistung zu erwarten - nämlich bis zu 2400€ im Jahr. Neu ist: Für Demenzerkrankte, ohne körperliche Pflegebedürftigkeit wird ebenfalls eine Pflegeleistung in oben genannter Höhe bezahlt. Darüber hinaus können Wohngruppen von Demenzerkrankten die Leistung der Pflegepflichtversicherung gemeinsam abrechnen und so die Einzelkosten reduzieren.

Eine weitere, wichtige Neuerung:

Ab 2011 werden jährlich die Pflegeheime ohne Ankündigung kontrolliert.

Zahlreiche Verbände kritisieren die neue Reform deshalb, weil ein neues Finanzierungsmodell, unter dem Aspekt des demographischen Wandels völlig fehlt. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der über 80jährigen, welche am häufigsten pflegebedürftig werden, von heute 3,7 Millionen auf ca. 6 Millionen ansteigen wird. Eine Tatsache die schon seit etlichen Jahren konsquent ignoriert wird.

Für Sie gelesen in "Die Welt" vom 26. April 2008

Unsere Empfehlung und auch die von Stiftung Warentest, sowie Ökotest:

Der Abschluß des Tarifs der Deutschen Krankenversicherung PET, um Ihre mögliche Finanzierungslücke in der Pflegepflichtversicherung abzufangen! 

Sprechen Sie uns an! 

 

 


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