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Scheinbar werden erhebliche Sonderzahlungen für Vorstände geleistet

Sonderzahlungen, noch dazu versteckt, erhalten einige Vorstände der AOK. Laut Stern sind diese Sonderhonorare oft fünfstellig. Der AOK-Chef von Bayern erhält pro Jahr etwa 30.000€ für seine Tätigkeit als Aufseher für einer anderen AOK-Landeskasse, die zuschussbedürftig sei. Für solche Überwachungstätigkeiten standen im Jahr 2005 beispielsweise 185.000€ bereit. Gerechtfertigt werden diese Sonderhonorare durch den Bundesverband der AOK mit der Begründung, dass so Einsparung von dreistelligen Millionenbeträgen möglich seien, da diese Beratungs- und Aufsehertätigkeiten sonst von teureren Unternehmensberatern ausgeführt werden müssten.

Außerdem fiel dem Stern auf, dass viele Vorstände der AOK-Landeskassen sich auffällig häufig auf Dienstreise nach Mallorca genehmigten. Diese wurden begründet, dass die Zweigstelle in Palma, welche mit gerade Mal zwei Mitarbeiterinnen besetzt ist, Unterstützung bräuchten. Hierbei ist jedoch fraglich, weshalb verschiedene Vorstandsmitglieder mehrmals im Jahr dorthin fliegen müssen und wieso solche "Kleinigkeiten" nicht von anderen Mitarbeitern der AOK ausgeführt werden. Von der AOK wurden die Reisen als "dienstlich erforderlich" deklariert.

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